Sonntag 12. Februar 2006

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Tic tac tic tac, ein letzter Blick auf die Uhr, der Klang der Musik noch im Hintergrund und wie viel Uhr ist es?? 06.15… Was 06.15 Uhr?? Schnell nach Hause fahren, duschen, Zähne putzen, meine Freundin aufwecken und meine Sachen anziehen, sowie meine Jacke, meine Snowboardlehrerjacke, die unübersehbare gelbe Jacke, die mich in eine verantwortungsbewusste, vertrauenswürdige Person umwandelt.

 

Aber zurück zum Thema, bereits 06.55 Uhr. Oh! In 5 Minuten kommt Christophe. Er fährt uns nämlich in die schönen, weissen, sonnigen Berge des Kantons Schwyz - auf den Stoos. Die Feinstaub-Probleme sind vorüber die 80 km/h Grenze auch, jetzt können wir mindestens 120 km/h fahren.

 

 

Schon bald sind wir auf dem Stoos. Um 8.30 Uhr essen wir Frühstück, um 9 Uhr ist die Sitzung und endlich um 9.15 Uhr fängt der Tag richtig an.

 

Heute ist der 5. Sonntag und obwohl ich keine einzige Minute Schlaf genossen habe, fühle ich mich so frisch wie noch nie. Meine Schüler stehen, oder besser gesagt, sitzen startbereit im Schnee. Mein Assistenzlehrer „ dä Daniele“ oder von mir genannt „schcocco“ ist auch schon da. Meine 10 Snowboardschüler Kai, Sven, Sergio, Dominik, Marcos (der leider verletzt ist), Naike (die leider krank ist und hoffentlich bald wieder kommt), Joena, Anna und die beiden Alessia’s sind die wahren Stars, der Grund warum wir gerne unterrichten - Daniele ist übrigens das Ergebnis meiner Bemühungen.

 

 

Wie jeden Sonntag teste ich das Gedächtnis meiner Schüler, indem ich ihnen die simple Frage stelle, was wir letzten Sonntag gelernt haben. Ich warte 2 Sekunden und dann beginnt der Countdown: 5, 4, 3, 2, 1, los! Jetzt wird Richtung Bergspitze gerannt. Letzten Sonntag mussten wir fünf Mal die ganze Übung machen. Was ist das Ziel dieser Übung? Sie müssen lernen, sich zu melden, wenn sie etwas wissen wollen, sich nicht zu schämen und sicherlich keine Angst haben, etwas zu sagen. Durch diese kleine Übung sind meine Schüler sicherer geworden und haben somit an Vertrauen gewonnen.

 

 

 

„Also Brätt aleggä und los!“ Der Schnee fantastisch, das Wetter zauberhaft und die Motivation hoch drei. Ziel von heute: Bügellift fahren und den Bügel ohne Hilfe selber fassen. Kurven fahren, ohne Hilfe meiner selbst erfundenen Technik, welche dazu dient, die Kurven richtig zu meistern und Slalom in einem abgegrenzten Bereich zu fahren. Das Wichtigste des heutigen Tages ist das schnelle Fahren sowie das geradlinige Fahren auf einer Kante, sodass wir sobald als möglich auf den Fronalp können.

 
 

 

Die einen haben noch etwas Mühe, doch am Nachmittag sind alle Meister! Die Piste des Holibrig dient mit seinen engen Stellen und steilen Abhängen dazu, dass meine Schüler auch in schwierigen Situationen die Kurven und das Snowboard beherrschen. Mein Versprechen an meine Schüler: Nächsten Sonntag ist der Fronalpstock unser Ziel!

 

Eine kleine Schneeballschlacht zum Abschluss macht diesen Tag vollkommen, sodass Daniele und ich uns wieder auf unsere 10 Schüler freuen können, jene Schüler, die uns zu stolzen Snowboardlehrer machen!

 

Roberto Ditommaso

 

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